Risikomanagement

Grundlagen des Risikomanagement in Versicherungsunternehmen

Weniger die mangelnde Nachfrage nach Versicherungsschutz, vielmehr ungenügendes Risikomanagement und somit fehlende Solvenzsicherheit sind Hauptgesprächsthema in der Versicherungsbranche. Zusätzlich fordern insbesondere Finanzmärkte ein effizientes Risikomanagement und eine Transparenz der Wert- und Risikotreiber in einem Unternehmen.

Versicherer möchten einen effizienten Risikomanagement-Prozess durchführen, um nicht nur die aufsichtlichen Anforderungen zu erfüllen, sondern auch Kostenvorteile und damit Wettbewerbsvorteile zu geniessen. Wer seinen Marktwert steigern und langfristig bestehen will, muss das Risiko-/Chancen-Profil des Unternehmens optimieren.

Grundsätzlich lässt sich der Risikomanagement-Prozess in folgende Prozessschritte unterteilen:

  • In einem ersten Schritt werden die Rahmenbedingungen des strategischen Risikomanagement gebildet, Risikopolitik und organisatorische Regelungen definiert.
  • Bei der Risikoidentifikation werden systematisch alle vorhandenen Einzelrisiken des Versicherers erfasst. Diese lassen sich in die Kategorien versicherungstechnische Risiken, Finanzrisiken, operationelle Risiken und sonstige Risiken einteilen. Bei der Erfassung der Risiken helfen Checklisten, Workshops, Interviews, Besichtigungen, Interviews, Bilanzen und Schadenstatistiken. Ergebnis der Risikoidentifikation sollte ein Risikoinventar sein.
  • Anschliessend werden die einzelnen Risiken aggregiert und bewertet. Jede Risikokategorie wird mit anderen Bewertungsmethoden hinsichtlich ihres Erwartungswertes (Eintrittswahrscheinlichkeit ‹-› Schadenausmaß) quantifiziert. Ziel dabei sollte ein sinnvolles und möglichst für alle Risikokategorien anwendbares Risikomaß sein (wie etwa Value-at-Risk oder Tail-Value-at-Risk).
  • In einem letzten Schritt gilt die Entscheidung der Risikosteuerung und -kontrolle. Entsprechend der individuellen Risikopolitik werden Risiken vermieden, minimiert, kompensiert, überwälzt oder selbst getragen. Die Risikosteuerung und -kontrolle zielt darauf ab, die Risikolage des Unternehmens positiv zu verändern bzw. ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Ertrag (Chance) und Verlustgefahr (Risiko) zu erreichen.

Die Umsetzung eines integrativen Risikomanagement-Prozesses basiert auf formellen Grundsätzen. Die wichtigsten sind der Grundsatz der Aktivität, der Rationalität, der Konsistenz, des Systemgedanken, der Integration, Kontinuität und der Grundsatz der Individualität. Ein integriertes und überwachtes Risikomanagement-System ist in die Geschäftsstrategie einzubinden, um langfristig bestehen zu können. [mehr]

Ihr Kontakt

Gerne besprechen wir mit Ihnen gemeinsam die derzeitige Situation im Gesamtrisikomanagement Ihres Unternehmens.

Ansprechpartner:

Christian Schätzle, Bereichsleiter Versicherungen

Telefon: +49 (0) 700.36 01 70 00
Telefax: +49 (0) 700.36 01 70 11
E-Mail: versicherungen@sks-ub.de

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